Bisher eingegangene Vorschläge
Ein Architekt aus der unmittelbaren Nachbarschaft hat eine Kurzuntersuchung gemacht und hat auch Lösungsvorschläge.
Ein nicht sehr origineller, aber häufig genannter Vorschlag lautet:
- Wenn es zu laut wird, holt man die Polizei.
In eine ganz andere Richtung geht diese Idee:
- Die Brücke sollte für den Autoverkehr komplett gesperrt werden und als Auftrittsplattform ausgewiesen werden. Musiker und andere Künstler sollten sich dort "offiziell" präsentieren können. Dabei sollten aber bestimmte Regeln gelten: 1. Es darf kein Geld verdient (auch nicht gesammelt) werden. 2. Keine Verstärker. 3. Ab 22 Uhr ist Ruhe. 4. Wenn das nicht funktioniert wird die Brücke umgebaut. Brückenbesucher und Künstler sollen also selbst für die Einhaltung der Regeln sorgen.
Und hier ist ein juristisch-psychologischer Ansatz:-)
- Die Anwohner können ja mal versuchen die Miete zu mindern. Laut Mietrecht geht das durchaus. Allerdings müssten sie dafür Häufigkeit und Dauer der Ruhestörungen protokollieren. Vermutlich würden sie dabei selbst feststellen, das die Belästigung zu gering ist um eine (wenn überhaupt) nennenswerte Minderung durchzusetzen.
Sicher nicht ganz ernst gemeint:
- Warum viel Geld in einen Brückenumbau investieren, wenn es doch nur darum geht das Nacht-Publikum ruhig zu stellen. Einfach einen Mix aus Hochprozentigem und Schalfmittel spendieren...
Ideen-Wettbewerb:
- Der Bezirk könnte doch einen Ideen-Wettbewerb ausschreiben. Ich würde 1000 Euro Preisgeld für die beste Idee vorschlagen. Das ist sicher nur ein Bruchteil dessen, was ein Brückenumbau kosten würde.
Ich denke, der folgende Vorschlag trifft den Kern des Problems - nämlich den richtigen Ton im Umgang miteinander zu treffen.
- Man könnte mehr auf Information setzen. Viele Brückennutzer wissen gar nicht um das Ausmaß des "Anwohnerleids". Die hässlichen DIN-Hinweisschilder treffen da die falschen Tonlage. Vielleicht könnte man es mit einer gepinselten Infotafel versuchen. Irgendwie entspannter, mit netten Illustrationen mit Kreuzberg-Humor. (Falls der noch nicht vergangen ist.)